Jeder, der schon einmal die Verantwortung für die IT in einem Unternehmen hatte, weiß wie komplex eine solche Aufgabe ist. Je größer das Unternehmen desto schwieriger ist es, das große Ganze im Blick zu behalten, denn meistens gibt es auch noch mehrere Verantwortliche. 

Besonders im Zuge der digitalen Transformation vieler Unternehmen ist eine robuste IT-Architektur unerlässliche Basis, um überhaupt über weitere Digitalisierung nachzudenken. Wir tauschen uns mit Menschen aus, die in Unternehmen verantwortlich sind, eine Digitalisierungsstrategie umzusetzen oder zu erarbeiten. Dabei sehen wir so einiges – von Großkonzernen die noch ganz am Anfang stehen und sich erst einmal orientieren müssen bis hin zum bereits sehr gut aufgestellten Mittelständler. Das ist in der Tat eine große Reichweite. Damit auch Sie von Beginn an gewappnet sind und nicht an einer der vielen Hürden der Digitalisierung scheitern, haben wir die wichtigsten und häufigsten Fehler zusammengestellt, die es zu vermeiden gilt.

1. Immer alles von Grund auf neu programmieren

Aus Fehlern sollte man prinzipiell lernen. Aber ist es deshalb in der Tat notwendig jede Programmierung von Grund auf neu zu starten? Denn dabei verlieren Sie kostbare Zeit. Besonders in der Entwicklung von Apps aber auch bei Änderungen an bestehenden Systemen und Programmen könnten Sie stattdessen eine Vorlage von Fällen nutzen, in denen eine ähnliche Herausforderung bestand. 

2. Immer alles selbst tun wollen

Kein Mensch redet davon, dass Sie Ihre Entwicklung nach Indien outsourcen müssen. Jedoch macht es in manchen Fällen durchaus Sinn, andere Experten an Bord zu holen und diese die Arbeit machen zu lassen. In besonderem Maße gilt das für Fachwissen, das in Ihrem Unternehmen nicht vorhanden ist. Wenn sich ein Softwareentwickler mit einer neuen Programmiersprache oder einer neuen Technologie vertraut machen muss, kann das viel Zeit und Geduld erfordern. Sicher, Weiterbildung ist wichtig, macht aber beim learning-by-doing nicht immer Sinn. Vertrauen Sie auf Experten am Markt und kaufen sich die Expertise ein, wenn Ihr Unternehmen nicht über die notwendigen Ressourcen verfügt. Ansonsten bleiben vielversprechende Projektansätze oft auf der Strecke. Und ehrlich, wollen Sie sich nicht lieber auf das Wesentliche konzentrieren – Ihr Kerngeschäft – und Ihre kostbaren Ressourcen darauf verwenden? 

3.Den Überblick verlieren

Eigentlich ist dieser Punkt vollkommen klar und doch passiert es so vielen Verantwortlichen. Sie verlieren den Überblick über Ihre IT-Architektur. Welches System baut auf welchem auf, wo liegen wichtige Daten, in welchen Systemen werden sie verarbeitet und wie viele Systeme habe ich überhaupt? Handelt es sich um ein großes Unternehmen können schnell mehrere Hundert verschiedene Systeme zusammenkommen. Dabei die Kontrolle zu behalten ist verständlicherweise nicht immer einfach. Sorgfältige Dokumentation hilft, ist aber in vielen Unternehmen immer noch kein Standard. Besonders wenn durch eigene Lösungen von Abteilungen, sogenannte Schatten-IT, noch Systeme und Anwendungen dazukommen, von denen Sie gar nichts wissen sollen, wird es knifflig. 

 

Hiermit haben Sie bereits einen ersten Einblick erhalten, in welche IT-Fettnäpfchen Sie besser nicht treten sollten. Im Teil zwei dieser Blogreihe erwarten Sie noch mehr relevante Tipps, die Sie keinesfalls verpassen sollten, um erfolgreich mit Ihrem Unternehmen in die Zukunft zu schreiben.  

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