Digitale Technologien sind in allen Branchen und in allen Bereichen Treiber für Veränderungen und Innovationen. Für die produzierende Industrie, inklusive der Sparten Automotive oder Maschinen- und Anlagenbau, gilt das besondersDie Globalisierung der Märkte sowie der Druck, in immer kürzeren Zyklen neue Produkte auf den Markt zu bringen verstärkt den Druck auf die Produktions-Branche zunehmend. Denn neue Konkurrenten drängen auf den Markt und verschieben die Marktanteile drastisch.   

Damit Unternehmen diese veränderte Situation erfolgreich meistern und ihre Konkurrenzfähigkeit erhalten, müssen sie ihre Geschäftsmodelle und Prozesse überdenken und modernisieren. Konkret heißt das: An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei. Unternehmen müssen ihre digitalen Fähigkeiten ausbauen, um sich zukunftssicher aufzustellen. Gleichzeitig müssen Fertigungsunternehmen ihre Kunden und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Die Digitalisierung hilft dabei, dauerhafte Beziehungen zu Kunden aufzubauen und langfristig erfolgreich zu sein. Hierbei stehen intelligente digitale, datenbasierte Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund, die einen Mehrwert bieten und zur Wertschöpfung beitragen. Zudem geht es darum, durch optimierte Prozesse digital besser aufgestellt zu sein. 

Daten erfolgreich nutzen

Tatsächlich sieht die Realität jedoch anders aus. In vielen Unternehmen der Fertigungsindustrie laufen Prozesse zu schleppend. Es fehlen die Verknüpfungen zwischen Kunden und Produktionsdaten. Die Transparenz über Vertriebskanäle und Lieferkette ist unzureichend. Die Lösung ist das Internet der Dinge (IoT), um Daten und Systeme zu vernetzen, Prozesse und Kundenservice zu optimieren und mit Hilfe von datenbasierten Diensten nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen. Der Einsatz des IoT in der industriellen Produktion wird unter dem Stichwort Industrie 4.0 zusammengefasst. Damit lassen sich Anlagen aus der Ferne zentral überwachen und steuern, so dass die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik eng vernetzt ist. Dank der intelligenten Erfassung von Produktionsdaten können Unternehmen in Echtzeit auf veränderte Bedingungen reagieren, ihre Produktion entsprechend optimieren und gezielt steuern. Durch die Kopplung von Maschinen, Systemen und Datenbanken entstehen Prozess- und Produktdaten, die für eine smarte Digitalisierung genutzt werden können. Durch Machine Learning können somit basierend auf diesen Daten nachhaltige Prozesse, wie beispielsweise Predictive Maintenance, etabliert werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Produktions- und Produktqualität habenDarüber hinaus können nicht nur Produktions- und Logistikprozesse, sondern auch externe Abläufe mit Lieferanten und Partnern vernetzt werden. 

Effizienzsteigerung durch innovative Technologie

Das Internet der Dinge birgt für somit das Potenzial, etablierte Strukturen und Prozesse im Unternehmen weiter zu verbessern und dank des Daten- und Informationsflusses die Weiterentwicklung des eigenen Lösungs- und Dienstleistungsportfolios voranzutreiben. Dies gelingt jedoch nur mit Hilfe entsprechender Applikationen, die die Kommunikation zwischen den eingesetzten Hardwarekomponenten und die gewinnbringende Verarbeitung der gesammelten Daten ermöglichen. Hier kommen die Vorteile einer unkomplizierten Anwendungserstellung durch Low Code ins Spiel. Die innovative Technologie erlaubt es, schnell auf neu gewonnene Erkenntnisse zu reagieren. Die IoT-Anwendungen können so leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst oder komplett neu erstellt werden. Zudem können verschiedene Szenarien getestet werden, bis die entwickelte IoT-Anwendung den gestellten Anforderungen entspricht. Durch Low-Code-Plattformen können sich Unternehmen, durch Eigenentwicklung schnell und effizient an veränderte Gegebenheiten anpassen, da sie die Erstellung von Anwendungen ohne Programmierkenntnisse ermöglichen. IT-Spezialisten werden entlastet, da die Basis für die Anwendungen bereits in den Fachabteilungen geschaffen wird. Sie müssen sich nur noch um die komplexeren Themen kümmern, bei denen z.B. eine individuelle Programmierung notwendig sein kann, und ihre Fähigkeiten effizient einbringen.  

Doch die potenzielle Zeitersparnis und der schonende Umgang mit Ressourcen sind nicht die einzigen Gründe für den Einsatz moderner Low-Code-Plattformen bei der Implementierung von IoT-Anwendungen. IoT-Strukturen bestehen aus einem Netzwerk von verschiedenen Endpunkten, die in Produktions-Unternehmen einerseits in der Produktion und andererseits in Systemen auf der Backend-Ebene vertreten sind. Die klassische Programmierung entsprechender IoT-Anwendungen erfordert daher eine genaue Kenntnis aller im System befindlichen Knotenpunkte. Auch diese Herausforderung kann durch den Einsatz der Low-Code-Technologie erleichtert werden. Mit Low Code erstellte Apps lassen sich unkompliziert in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren. Skalierbare Architekturen erleichtern es, die Anwendung an die Anforderungen der IT-Governance anzupassen. So wird sichergestellt, dass die erstellte Anwendung in einer IoT-basierten Systemlandschaft reibungslos funktioniert. Darüber hinaus behält die IT-Abteilung stets die Hoheit über alle Anwendungen sowie Datenströme und unterstützt mit definierten Rahmenparametern bei der Anwendungserstellung. 

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